„Inklusion in Kindertageseinrichtungen - eine Kita für alle“

Sächsisches Landesmodellprojekt, (2013–2019)

Von Februar 2013 bis Dezember 2019 war das Institut 3L Projektträger des sächsischen Landesmodellprojektes „Inklusion in Kindertageseinrichtungen – eine Kita für alle“. Dieses wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus initiiert und in zwei aufeinander aufbauenden Phasen gefördert.

„Sächsische Kindertageseinrichtungen […] sollen allen Kindern – unabhängig von Geschlecht, Alter; sozialer, religiöser, ethnischer und kultureller Herkunft; physischen und psychischen Besonderheiten, Sozialisations- und biographischen Erfahrungen – soziale Übergänge eröffnen und Unterstützungsformen bieten, die ihnen einen Einstieg in das gesellschaftliche Leben mit seinen Herausforderungen und eine Ergänzung zu ihrer privaten Lebensumgebung ermöglichen“ (Sächsischer Bildungsplan, 2011:7, Sächsisches Staatsministerium für Kultus)

Von diesem im sächsischen Bildungsplan formulierten Anspruch ausgehend und der Folgerung daraus, dass alle Kinder dazugehören und die gesellschaftliche Vielfalt mit ihren Stärken und Ressourcen bereichern, müssen Wege für eine inklusive Pädagogik gefunden werden. Diese galt es im Landesmodellprojekt mit sechs Modelleinrichtungen zu beschreiten, daraus in der ersten Phase (2013 bis 2016) Qualitätskriterien für gelingende Inklusion in Kindertageseinrichtungen zu formulieren und entsprechende Empfehlungen zu erarbeiten. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Frau Prof. Dr. Rabe-Kleberg der Universität Halle und Frau Prof. Dr. Wolf der Hochschule Mittweida.

Alle Ergebnisse finden Sie im Abschluss- und Ergebnisbericht zusammengefasst. Darüber hinaus entstanden in der ersten Phase ein Leporello zu den Thesen rund um den Inklusionsbegriff (nach U. Rabe-Kleberg) sowie ein Film darüber, „wie inklusive Pädagogik auf den Weg gebracht werden kann“.

Die zweite Phase (2017 bis 2019) schloss zeitlich wie auch inhaltlich unmittelbar daran an. Die Ergebnisse der ersten Phase wurden nun in verschiedene Formate „übersetzt“. Als Projektteam haben wir vielfältige Angebote geschaffen, um die Ergebnisse der ersten Phase in die breite Kitalandschaft zu tragen, damit zu multiplizieren und gleichzeitig Materialien zu erarbeiten, welche die individuelle Entwicklung der sächsischen Einrichtungen unterstützen sollen.


In dieser Phase entstanden:

  • eine Elterninformationsbroschüre mit einem „virtuellen“ Rundgang durch eine inklusive Einrichtung mit integrativen Angebot nach SGB IX,
  • eine Videomaterialsammlung für pädagogische Fachkräfte zur Blickschulung von Gruppenprozessen in der Kindertageseinrichtung (wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Seitz und Catalina Hamacher) sowie
  • ein Praxisbuch mit gesammelten Erfahrungen und praktischen Arbeitshilfen zur inklusiven Pädagogik in der eigenen Einrichtung


Diese Arbeitsmaterialien leisten einen Beitrag zur Etablierung einer inklusiven Pädagogik im Elementarbereich, da sie alle involvierten Ebenen berücksichtigen und vielfältig einbinden. Für gelebte Inklusion, die sich der Eröffnung von Teilhabechancen und dem Abbau von Barrieren verschreibt, ist es unerlässlich, diesen Weg auf allen beteiligten Ebenen und mit allen Kooperationspartner:innen zu gehen: einem „Prinzip des Gleichschritts“ folgend.